Solothurner Handelskammer
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Methodik

Als Methode für den Vergleich der Positionen der Wirtschaftsverbände, der Kandidierenden und der Parteien wurde die Online-Wahlhilfe smartvote gewählt. Mit smartvote können Wählerinnen und Wähler mittels Fragen zu politischen Themen und Einstellungen ihr eigenes Profil ermitteln und dieses mit den Politikerinnen und Parteien vergleichen.

Um die Positionierung der Wirtschaft zu erhalten, haben die 36 Vorstandsmitglieder der Solothurner Handelskammer und die 54 Mitglieder der Präsidentenkonferenz des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands alle 48 Fragen des Smartvote-Fragebogens beantwortet. Trotz der unterschiedlichen Mitgliederbasis haben die beiden Wirtschaftsverbände praktisch die identischen Antworten gegeben.

Bis zum Redaktionsschluss vom 17. Januar 2021 haben 522 von 583 und damit 90 Prozent aller Kandidierenden die Fragen von smartvote beantwortet.

Für den Vergleich mit den Kantonsratskandidaten wurde eine Rangliste erstellt. Die Berechnungsmethode (euklidische Distanz) führt dazu, dass die Werte relativ rasch auf eine Übereinstimmung von 60 bis 70 Prozent sinken, auch wenn bei vielen Fragen die Differenzen nicht gross sind.

Für den Vergleich zwischen den Parteien und den Regierungsratskandidaten mit der Wirtschaft wurden sogenannte smartspider erstellt. Diese visualisieren die Positionierung von Gruppen und Personen mittels Darstellung von verschiedenen politischen Dimensionen auf einem Fadenkreuz. Beim Parteienvergleich wurden nur jene Parteien bewertet, die im Kantonsrat vertreten sind.

Die Online-Wahlhilfe smartvote

Mit smartvote ermitteln Wählerinnen und Wähler mit Fragen zu verschiedenen Themen ihre politischen Werte. Anschliessend können diese mit denjenigen von Parteien und Politikern verglichen werden. Smartvote wurde anlässlich der Schweizer Parlamentswahlen 2003 erstmals als Hilfe bei der Entscheidungsfindung angeboten und sogleich von einem breiten Publikum genutzt. Die Online-Wahlhilfe wird vom politisch neutralen, nicht gewinnorientierten Verein Politools entwickelt und betrieben. Bereits über 200 Wahlen auf lokaler, kantonaler und nationaler Ebene wurden von smartvote begleitet.

Bei den Nationalrats- und Ständeratswahlen 2015 wurden über 1,3 Millionen Wahlempfehlungen ausgestellt. Rund jede fünfte Wählerin bzw. jeder fünfte Wähler hat damals smartvote benutzt. Etwa 3’300 Kandidierende füllten den smartvote-Fragebogen aus, was einer Teilnahmequote von 85% entspricht. Neben nationalen Wahlen kommt smartvote auch bei vielen kantonalen und kommunalen Wahlen zum Einsatz. Bei den Nationalrats- und Ständeratswahlen 2019 konnte smartvote mehr als 500’000 einzelne User/-innen verzeichnen. Insgesamt wurden über 2.1 Millionen Wahlempfehlungen ausgestellt.