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Ohne Mercosur-Abkommen gerät die Schweiz ins Hintertreffen

13.11.2019
Ohne Mercosur-Abkommen gerät die Schweiz ins Hintertreffen

Zugang zu Schweizer Technologie vereinfachen.

Die Schweiz ist seit jeher global vernetzt. Unsere Unternehmen exportieren innovative und technologisch fortschrittliche Produkte und Dienstleistungen in die ganze Welt. Der Erfolg der Schweizer Wirtschaft basiert auf uneingeschränkten Handelsmöglichkeiten.

Im Sommer einigte sich die Schweiz als Mitglied der EFTA auf ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay. Das Abkommen befreit 95 Prozent der Schweizer Exportgüter von Zöllen und reduziert weitere Handelshemmnisse auf ein Minimum. Unsere Exporteure erhalten Zugang zu einem Markt mit 260 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Das birgt enormes Potential für Schweizer Firmen.

Wettbewerbsnachteil abwenden
Auch die EU hat kürzlich ein Freihandelsabkommen mit dem Mercosur abgeschlossen. Die Schweiz steht unter Zugzwang. Denn die Mercosur-Staaten erheben hohe Zölle auf Importe. Diese betragen im Schnitt sieben Prozent, je nach Branche sogar bis zu 35 Prozent. Wenn die hohen Handelshürden nur für Unternehmen aus der EU gesenkt werden, sind die Produkte aus unserer Industrie nicht mehr konkurrenzfähig. Das ist gravierend für hiesige Unternehmen und kostet die Schweizer Exportwirtschaft Marktanteile in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte. Das Mercosur-Abkommen wendet die schwerwiegenden Wettbewerbsnachteile ab. Es schafft gleich lange Spiesse für unsere Unternehmen und sorgt dafür, dass Schweizer Firmen über dieselben Voraussetzungen verfügen wie die Unternehmen aus der EU.

Innovative Schweizer Technologie für Menschen und Umwelt
Der Nutzen des Mercosur-Abkommens geht weit über wirtschaftliche Aspekte hinaus. Mit Kriterien fördert das Freihandelsabkommen eine nachhaltige und ökologische Entwicklung. Innovative Schweizer Technologie hat zudem das Potential den Umwelt- und Klimaschutz sowie das Leben der Menschen in Lateinamerika massgeblich zu verbessern. Auch aus ökologischer und gesellschaftlicher Sicht ist es deshalb widersinnig, den Export von fortschrittlichen Produkten unnötig zu erschweren. Dialog zusammen mit innovativer Schweizer Technologie hat das grösste Potential, die Situation in Südamerika nachhaltig zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie im nachfolgenden Faktenblatt

«Swissmem Faktenblatt Mercosur» (pdf, 311.2 kB)